Silka-Elemente: Schnelligkeit und akustische Leistung
Die Gebäudehülle wurde mit dem Silka-Elementsystem von Xella errichtet. Diese großen Kalksandsteinelemente, die mit einem Kran installiert wurden, ermöglichen eine schnelle Bauweise ohne Einbußen bei der Präzision – ein wesentlicher Vorteil bei einem dreizehnstöckigen Gebäude. Ihre Maßgenauigkeit vereinfacht spätere Ausbauarbeiten, während ihre hervorragende akustische Leistung den Wohnkomfort in einem gemischt genutzten Projekt gewährleistet, das eine Bibliothek, Büros und einen Mehrzwecksaal unterhalb der Wohnetagen umfasst. Das Material bietet außerdem eine wirksame Schalldämmung zwischen den Wohnungen und sorgt so für Privatsphäre und Ruhe.
Digitales Design mit BIM
Dank der Integration der Produkte von Xella in das BIM-Modell des Projekts begann die effiziente Bauausführung bereits in der Vorbereitungsphase. Mit blue.sprint, dem digitalen Service von Xella, wurden die Silka-Wände direkt in den digitalen Bauplänen optimiert. Dies ermöglichte von Anfang an äußerst präzise Entwürfe und die frühzeitige Erkennung von Konflikten.
Die Digitalisierung ging jedoch über die reine Planung hinaus. Da alle Daten aus dem BIM-Modell mit den Produktions- und Logistikprozessen von Xella verknüpft waren, konnte genau bestimmt werden, welche Materialien wann vor Ort benötigt wurden. Dank dieser Just-in-time-Lieferungen wurde das Projekt nicht nur schneller, sondern auch mit weniger Abfall und einer besseren Koordination zwischen den verschiedenen Parteien durchgeführt.
„Während der Vorplanung sind wir von Holzrahmenkonstruktionen auf Silka-Blöcke umgestiegen, wodurch wir neue Brandschutzanforderungen erfüllen konnten. Alles wurde in BIM modelliert, sodass wir Konflikte frühzeitig erkennen konnten, und Xella hat aufgrund der Höhe des Gebäudes und der Windlasten erhebliche technische Anstrengungen unternommen. Der gesamte Prozess wurde transparent, pünktlich und mit minimalen Fehlern abgewickelt“, sagt Steve Ghettem, Projektleiter bei Artes, dem Auftragnehmer des Bauprojekts.
Nachhaltiger Komfort
Eine robuste Gebäudehülle und ein digital koordinierter Prozess werden durch innovative, nachhaltige Technologien ergänzt. Unter dem Platz befindet sich ein geothermisches Energiespeicherfeld, das mit geothermischen Wärmepumpen verbunden ist, die im Winter fossilfreie Heizung und im Sommer passive Kühlung liefern. In Kombination mit der thermischen Trägheit der Silka-Wände ergibt sich ein stabiles, energieeffizientes Raumklima, das den Komfort das ganze Jahr über verbessert. Hoost zeigt, wie sich unverwechselbare Architektur nahtlos mit fortschrittlichen Gebäudesystemen, effizienten Techniken und digitalen Prozessen verbinden lässt.
Projektpartner: Jakob + MacFarlane, B2Ai, Caaap, Artes Depret