Der slowenische Wohnungsmarkt funktioniert anders als in vielen Nachbarländern. Traditionell dominieren Ziegelsteine den Bau, und die meisten Familien verwalten ihre Bauprojekte von Anfang bis Ende selbst. „Die Familie kauft das Grundstück, beauftragt einen Architekten und baut ihr Haus Schritt für Schritt, oft mit viel Eigenleistung“, erklärt Miloš Kmetič, Country Sales Manager und eine der treibenden Kräfte hinter Construction Services in Slowenien.
Für Xella bedeutete dies, zwei Herausforderungen zu bewältigen: Erstens musste man die Hausbesitzer davon überzeugen, von den etablierten Tonziegeln auf den Bau mit Ytong-Porenbetonsteinen umzusteigen, und zweitens musste man einen Weg finden, integrierte Baudienstleistungen in einem Markt anzubieten, in dem solche Modelle wenig Tradition haben.
Typische Häuser als Türöffner
Vor etwa 20 Jahren begann Xella Slowenien, „typische Häuser“ anzubieten, komplette Entwürfe einschließlich Genehmigungs- und Ausführungsplänen, zusammen mit der Lieferung aller erforderlichen Ytong-Elemente. Zunächst handelte es sich um ein striktes „Take it or leave it“-Modell: Änderungen waren nicht zulässig. Mit der Zeit wurde jedoch klar, dass die Kunden Wert auf Individualisierung legten und bereit waren, dafür zu zahlen. Heute können Kunden Änderungen direkt mit externen Architekten vornehmen, während Xella die Materialmengen entsprechend anpasst.
Dieser Ansatz verschaffte Xella eine solide Position im Segment der Einfamilienhäuser, trotz der starken Tradition des Marktes für Ziegelsteine.