Sicherheit und Nachhaltigkeit sind essenzielle Anforderungen, die wir an unsere Produkte stellen. Das beinhaltet auch den Brandschutz, eine der wichtigsten Produkteigenschaften, die unser Porenbeton mitbringt. Aufgrund seiner Zellstruktur mit kleinen Luftkammern weist er einen hohen Wärmedämmwert und eine hohe Feuerbeständigkeit auf. Dadurch können Porenbetonwände von Xella durchaus auch einem Brand bis zu 360 Minuten lang standhalten – auch wenn die Anforderungen an eine Brandwand deutlich niedriger sind.

Eine Brandwand muss aber nicht nur lange hohen Temperaturen standhalten und somit die Ausbreitung von Feuer und Rauch auf andere Gebäudeteile oder Gebäude verhindern. Sie muss dabei auch noch resistent gegenüber fragilen Gebäudeteilen bleiben, die sich durch den Brand lösen und seitlich anprallen können. Bei der Feuerwiderstandsprüfung wird die hierfür erforderliche Stabilität durch den dreimaligen Anprall eines Sacks mit Bleischrot nachgewiesen.

Zur Überprüfung der Brandschutzeigenschaften werden bei der Xella Technologie- und Forschungsgesellschaft mbH regelmäßig derartige Tests durchgeführt, mit denen wir die Feuerresistenz neuer Produkte auf die Probe stellen. So hat die Xella T&F gemeinsam mit der Materialprüfanstalt Braunschweig 2020 einen Brandversuch durchgeführt, bei dem der Feuerwiderstand einer Brandwand aus Porenbeton-Plansteinen der Güteklasse PP2‑0,35; λ=0,09 W/(mK) („Ytong Therm Standard“) geprüft wurde. Sie wurde dabei in einem Brandraum erhitzt, in dem durch voll automatisierte Brenner Temperaturen von bis zu 1350°C erzeugt werden können. Während des Versuchs kann der Prüfkörper durch Schauöffnungen beobachtet werden. Die Wand hat die Prüfung souverän bestanden. Mit einer Wanddicke von nur 24 cm hat unser Ytong PP2-0,35 offiziell die Feuerwiderstandsklasse EI-M 90. Damit sind die Voraussetzungen für die Klassifizierung als nicht tragende Brandwand erfüllt.

Hier können Sie sich ein Video des Versuchs anschauen:

Für tragende Brandwände dieser Güteklasse führen wir bereits in Kürze einen weiteren Feuerwiderstandstest in unseren Prüfhallen am Standort Emstal durch – dieses Mal dann mit zusätzlicher Traglast.

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